Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Asphalt-TS

Tragschicht


Asphalttragschichten unter gebunden ausgeführten Pflasterflächen müssen lt. ZTV Pflaster-StB 06 Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien zur Herstellung von Pflasterdecken, Plattenbelägen und Einfassungen, Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, Köln, Ausgabe 2006, Abschnitt 1.4.2, wasserdurchlässig ausgeführt werden (dränfähige Asphalttragschicht). Die einschlägigen Bestimmungen des Regelwerks sind zu beachten.

Begründung:

Als Handelsvertreter für Pflasterfugenmörtel bin ich mit dem Asphaltbau nicht vertraut und beziehe deshalb dazu auch keine Stellung. Bezogen auf die hier ausgeführte gebundene Bauweise von Pflasterflächen seien lediglich folgende Anmerkungen aufgeführt:

Auf einer dränfahigen Asphalttragschicht kann spätestens bereits am nächsten Tag mit den Pflasterarbeiten begonnen werden, weil keine Abbindezeit, sondern lediglich die Abkühlung dieser Schicht abgewartet werden muss.

Es sind keine Kerbfugen als kongruent in die Pflasterdecke zu übernehmende Dehnungsfugen erforderlich.

Die Festigkeit jeder Art von Tragschicht hat entscheidenden Einfluß auf die Dauerhaftigkeit der Belagplatte. Diese Festigkeit wird bei einer dränfähigen Asphalttragschicht durch einen Fertiger normal zuverlässig erreicht. Eine Verfestigung von Hand war in der Vergangenheit in nicht seltenen Fällen weniger zuverlässig. Sie sollte deshalb zumindest in den später am häufigsten befahrenen Bereichen der neuen Pflasterdecke seitens der Planung möglichst vermieden werden.

Bei ungünstigen örtlichen Gegebenheiten, die den Einsatz eines Fertigers nicht zulassen, ist die alternative Möglichkeit des Einbaus einer Dränbetontragschicht (DBT) unter der Belagplatte zu prüfen, sofern die Flächen später befahren werden sollen.

Immer wieder einmal wird als Gegenargument für den Einbau einer dränfähigen Asphalttragschicht die in der Vergangenheit sattsam erlebte Spurrinnenbildung in Asphaltdecken besonders bei hohen Temperaturen angeführt. Eine Pflasterdecke (Belagplatte) verhindert jedoch aufgrund ihrer Dicke schädlich hohe Temperaturen in der Asphalttragschicht (bei Natursteinpflaster ist je nach der Wärmeleitfähigkeit des Materials nach ca. 6 cm bis maximal 8 cm die Temperatur des Untergrundes erreicht). Außerdem ist der großflächige Lastenabtrag der Belagplatte auf die Tragschicht im Gegensatz zur kleinflächigen Reifenauflagefläche direkt auf einer Asphaltdecke zu berücksichtigen. Die inzwischen verbesserten Materialmischungen mit optimiertem Asphaltanteil tragen ebenfalls zur weitgehenden Verhinderung von durch die Asphalttragschicht verursachten Spurrinnen bei.



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