Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Ausblühungen?

Verfugung


Trasszusätze im Fugenmörtel sind für den Pflasterbau nicht erforderlich.

Begründung:


Ab und an befürchten besonders solche Planungsingenieure, die auch im Hochbau tätig waren oder sind, Ausblühungen in Pflasterflächen aus Natursteinen, die in Fahrbahnen meines Wissens aber noch nie beobachtet wurden. - Haben Sie jemals Betonstein-Pflasterflächen mit Ausblühungen erlebt? -

In sehr seltenen Fällen wurden vereinzelt besonders offenporige und somit stark saugfähige Natursteine, z. B. aus Sandstein, in Gehwegen verfärbt. Dabei handelte es sich in einem Fall beispielsweise um den Innenbereich eines Einkaufszentrums, bei dem aufgrund eines Fehlers Wasser aus Pflanztrögen in eine stark kapillare, also nicht fachgerechte Bettung gelangen konnte. Bekanntermaßen entstehen Ausblühungen dadurch, dass freie Kalkanteile des Mörtels in Wasser gelöst in den Kapillaren eines Materials bis zur Oberfläche wandern, dort das Wasser verdunstet und die enthaltenen Salze an der Oberfläche verbleiben. Diese Angst wird im Pflasterbau zu Unrecht vereinzelt für zusätzliche Produktlinien verkaufsfördernd unterstützt. Doch Werk-Fugenmörtel werden zumindest in Deutschland so hergestellt, dass die Kapillaren durch den sehr hohen Anteil an Zement und Feinstkorn sowie durch geeignete Zusatzmittel unterbrochen werden. Diese Unterbrechung ist aufgrund des erforderlichen Frost-Widerstandes ohnehin unabdingbar.

Im Gegensatz zu kapillarem Maurermörtel sind also keine Ausblühungen zu erwarten. Auch Bettungsmörtel geben aufgrund ihres dichten Gefüges und der vergleichsweise geringen Wasserzugabe von Natur aus so gut wie keine freien Kalkanteile ab, wenn sie mindestens 30 N/qmm Druckfestigkeit aufweisen. (Wasserdurchlässige Mörtel lassen keine Kapillaren aufgrund der großen Hohlräume zu.) Diese könnten aufgrund der geringen Porigkeit der darin eingebauten Steine naturgemäß auch nur in sehr geringer Menge austreten und würden durch die Befahrung oder häufiges Begehen sofort wieder abgefahren oder abgetreten. Auch der bei uns vorherrschende saure Regen wäscht solch geringe Kalkmengen wieder ab. Der manchmal in Leistungsverzeichnissen zu findende Einsatz von Trasskalk in einem Bettungs- oder Fugenmörtel ist für den Straßenbau also technisch nicht begründbar.



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