Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Basisschicht

Bettung


Die Basisschicht ist zu verdichten und anschließend zwecks optimaler Haftung der nachfolgenden Schicht (Setzschicht oder Ausgleichsschicht) mittels Stahlbesenstrich aufzurauhen.

Der u. a. auch von den Umgebungstemperaturen beeinflusste Erstarrungsbeginn für den Bettungsmörtel der Basisschicht darf erst nach der Beendigung des Verdichtens und Aufrauhens mit Stahlbesenstrich eintreten. Die Herstellungschargen des Bettungsmörtels sind dem Arbeitsaufwand entsprechend klein zu halten.

Der Einbau von Bettungsmörtel bei Frost und/oder (noch) gefrorenem Boden ist unzulässig. Ebenso darf frischer Beton oder Mörtel nicht Nachtfrost ausgesetzt werden.

Begründung:


Sofern die Basisschicht nicht eigens verdichtet wird, ist sie aufgrund der Vielzahl unweigerlich vorhandener Hohlräume nicht ausreichend frostsicher, wie jeder unverdichtete Beton oder Mörtel bei nicht fließfähiger Konsistenz. Verdichtung bewirkt die Verdrängung der enthaltenen Luft.

Eine Verarbeitung von Bettungsmörtel in der Erstarrung oder gar Härtung war bislang erfahrungsgemäß der häufigste Baufehler in der gebundenen Bauweise. Besonders bei der Anwendung von Werkfrischmörtel hatten dessen Hersteller ein wirtschaftliches Interesse, möglichst große Chargen pro Anfahrt zu liefern. Viel zu oft standen dann nicht genug Mitarbeiter auf der Baustelle zur Verfügung, um nicht nur das Bettungsmaterial bis zum Erstarrungsbeginn zu verarbeiten, sondern vorher auch noch die Pflasterarbeiten abzuschließen. Es wurde nicht selten sogar schon härtender Beton verarbeitet. Die Folge war eine starke Beeinträchtigung der Festigkeitswerte und deshalb der Frostsicherheit der Bettung. Spurrinnenbildung und Fugenbruch waren später sichtbare Anzeichen.

Inzwischen wird Bettungsmörtel als Werktrockenmörtel in Säcken oder als Siloware angeboten, welcher in bedarfsgerecht kleinen Chargen vor Ort mit Wasser angemischt und verarbeitet werden kann.

Kein frischer Beton oder Mörtel darf Frost ausgesetzt werden, weil ansonsten die innere Bindung des Materials und damit dessen Festigkeit dauerhaft und irreparabel zerstört wird. Unter Nutzung einer kleinen Sicherheitsspanne schreiben deshalb viele Hersteller vor, Beton oder Mörtel unter 5° C nicht mehr zu verarbeiten.

Bei geringem zu erwartenden Nachtfrost kann die Bettung (auf eigene Verantwortung) jedoch mit geeigneten Winterbaumaßnahmen gegen eine Schädigung durch Frost geschützt werden, z. B. durch Winterbau-Folien.



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