Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Dehnungsfugen in Unterbeton

Dehnungsfugen


Dehnungsfugen in Pflaster auf Unterbeton mit angrenzendem Bord müssen längstens alle 8 m an Stoßfugen zwischen den Bordsteinen angeordnet werden. Daneben sind sie am Beginn und Ende eines Bogens, sowie bei jedem Richtungswechsel erforderlich.

Ab einer 3zeiligen Rinne und breiter sind Dehnungsfugen ratsam, die, beginnend an der Dehnungsfuge des Richtungswechsels, von der Innenseite des Bogens in einer gedachten gerade Linie bis zu ihrem Schnittpunkt mit der Außenseite eingefügt werden und so fort. Innerhalb von Bögen ist ein Abstand von 8 m zwischen den Dehnungsfugen, gemessen am Außenradius, nicht zu überschreiten.

Begründung:

Beim Einbau von Dehnungsfugen in Pflaster auf Betonsockel (Unterbeton) mit angrenzendem Bord muss darauf geachtet werden, dass ihre Anordnungen stets mit den Stoßfugen zwischen den Bordsteinen übereinstimmen. Ansonsten können Natursteinborde bei negativer Temperatureinwirkung die auftretenden Zugkräfte an der Dehnungsfuge überbrücken. Risse in Fugen und/oder Betonsteinen an anderer Stelle sind die unerwünschte Folge. Hochbordsteine aus Beton können an Dehnungsfugen reißen.

Daneben wirkt sich offensichtlich die bereits zitierte Formulierung im Merkblatt für Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen, Teil 1, Regelbauweise (Ungebundene Ausführung) M FP 1, Ausgabe 2003, Abschnitt 4.9 negativ aus, die einen Abstand von 15 m in Entwässerungsrinnen ausdrücklich zulässt. Die Praxis zeigte vielfältig, dass auch in Rinnen auf einem Abstand von maximal 8 m bestanden werden sollte, wie es die DIN 18318 in ihrer inzwischen überholten Ausgabe vorgab.

Erfahrungsbericht:
Anlässlich einer Baubegehung waren Querrisse in einer Betonsteinrinne aufgrund starken Sandeintrags von benachbarten ungebundenen Pflasterflächen nur schwer zu finden. Beginnend bei den mit Dehnungsfugen versehenen Einläufen ging ich einfach mit 8 langen Schritten die Gosse ab und siehe da, zum Erstaunen meiner Gesprächspartner zeigte sich jeweils ca. 50 cm weiter "vorschriftsmäßig" ein Riss. - Die Bauleitung hatte trotz Bedenken seitens der Baufirma für dieses Objekt auf Dehnungsfugen ausdrücklich erst im Abstand von 15 m bestanden. Für den nächsten Bauabschnitt wurde der von mir von Beginn an empfohlene 8-Meter-Abstand vorgegeben. -

Bogenförmig verlaufende Rinnen sollten zusätzlich je eine Dehnungsfuge am Übergang aus der Geraden in den Bogen und an Stellen jedes Richtungswechsels erhalten. Weitere Dehnungsfugen scheinen ab mindestens 3 Steinen Rinnenbreite optimal angeordnet, wenn man sich von dort an der Innenseite des Bogens eine gerade Linie bis zu ihrem Schnittpunkt mit der Außenseite denkt und dort die nächste Dehnungsfuge anordnet und so fort. Die Anordnung hängt also vom vorliegenden Radius und von der Breite des Streifens ab. Auch in Bögen ist ein 8-Meter-Abstand der Dehnungsfugen, gemessen am Außenradius, nicht zu überschreiten.

Pflasterstreifen mit nur einem oder zwei Steinen an Bordsteinen scheinen nach den mir bekannten Erfahrungen auch in Bögen mit den alle 8 Meter angeordneten Dehnungsfugen in Unterbeton und Pflaster auszukommen.



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