Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Druckfestigkeit

Bettung


Die Nenndruckfestigkeit des Bettungsmörtels ist auf die zu erwartende Verkehrsbelastung und zusätzlich auf die beim Bau und auf die der nachfolgenden Ruhezeit herrschenden Temperaturen abzustimmen:

Zum Zeitpunkt der Verkehrsfreigabe dürfen die in der Belagplatte verarbeiteten Mörtel zusammen und anteilig jeweils zu ihrer Schichtdicke im Mittel die von DIN EN 206-1 Beton; Festlegung, Eigenschaften, Herstellung, Konformität (Ausgabe 2001-07) für Betondecken geforderte Mindestdruckfestigkeit von 37 N/qmm (Beton C 30/37) nicht unterschreiten. Dabei ist die gleiche Mindestschichtdicke der Belagplatte einzuhalten, wie in Zeile 2, Tafel 2, RStO 01 Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, FGSV, Köln, Ausgabe 2001, für eine vergleichbare Betondecke vorgegeben.

Begründung:

Es dürfen im gesamten Oberbau nur Betonsorten zum Einsatz kommen, die für Frostangriff (s. Unterkapitel Frostsicherheit) nach Betonnorm DIN EN 206-1, in den Expositionsklassen XF 1 bis XF 4, zugelassen sind. Eine Mindestdruckfestigkeit von weniger als 30 N/qmm (Beton C 25/30) ist für Bettungsmörtel demnach in keinem Fall zulässig, auch nicht z. B. für Rad- und Gehwege, die nicht mit Kraftfahrzeugen überfahren werden. (Die Befahrung mit Fahrzeugen des Winterdienstes ist ebenfalls zu bedenken.)

Es ist jedoch aus statischen Gründen ratsam, mindestens einen Beton C 30/37 als Bettung zu wählen, um an jeder Stelle innerhalb der Belagplatte, also auch im Bettungsmörtel, die Mindestanforderungen wie für den Bau von Betondecken zu erfüllen. (Zur Erinnerung: Eine Belagplatte aus der kraftschlüssigen Verbindung von Pflastersteinen, Fugen- und Bettungsmörtel ist statisch ähnlich einer "Betondecke mit Pflastersteinvorsatz".)

Bei angestrebter kurzfristiger Verkehrsfreigabe, bei (zu erwartenden) Einbau- und Härtetemperaturen von deutlich unter 20° C im Tagesmittel und/oder bei zu erwartender besonderer Belastung der Pflasterfläche ist sogar ein Beton C 35/45 zu erwägen, um den statischen Mindestanforderungen zum Zeitpunkt der Verkehrsfreigabe zu genügen. Denn mit dem Sinken der Tagesdurchschnittstemperatur (nicht Tageshöchsttemperatur!) unter 20° C sinkt auch die in jeweils gleicher Zeit erreichte Festigkeit der Mörtel. Anders ausgedrückt: Je niedriger die Umgebungstemperaturen, desto länger ist die Härtezeit bis zum Erreichen der angestrebten Mindestdruckfestigkeit.

Herstellerseitig sind Einflußnahmen auf den Festigkeitsverlauf der Mörtel auf der Zeitachse möglich. Die unterschiedlichen Nenndruckfestigkeiten von Fugenmörtel und Bettungsmörtel samt ihrer unterschiedlichen Schichthöhen sind zu berücksichtigen, um die erreichte reale Festigkeit des Baukörpers "Belagplatte" bestimmen zu können.

Abschließend sei hier noch einmal erinnert an die Erläuterungen zu DIN 1045-1, Heft 525, 1. Auflage 2003, Beuth Verlag GmbH, führt der Deutscher Ausschuß für Stahlbeton aus unter "zu 6 Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, zu 6.1 Allgemeines":

"Wenn auf Grund der statischen Erfordernisse eine höhere Festigkeitsklasse als nach DIN EN 206-1 und DIN 1046-2 erforderlich gewählt wird, nimmt die Dauerhaftigkeit zu."



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