Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Einbau

Verfugung


Vor dem Verfugen mit zementgebundenem Fugenmörtel ist die Pflasterfläche gründlich zu wässern, bis sich die Poren des Belags mit Wasser gesättigt haben. Beim Verfugen darf kein Wasser in den Fugen stehen.

Danach ist nach den Herstellervorgaben fließfähiger zementgebundener Fugenmörtel klumpen- und hohlraumfrei dem gegebenen Gefälle abwärts folgend in die Fugen zu verteilen.

Der Einbau von Fugenmörtel bei Frost und/oder (noch) gefrorenem Boden ist unzulässig. Ebenso darf frischer Beton oder Mörtel nicht Nachtfrost ausgesetzt werden.

Einer Erwärmung des Mörtels auf über 30° C (Herstellerangabe hat Vorrang) ist durch geeignete Maßnahmen zu begegnen.

Das Einkehren von trockenem Fugenmörtel, der anschließend mit Wasser eingeschlämmt wird, ist ein schwerer Baufehler.

Der Einbau von Fugenmörtel bei Regen, der stehendes Wasser in den leeren Fugen verursacht, ist zu vermeiden.

Frisch verfugte Flächen sind vor Regen zu schützen.

Begründung:


Bringt man eine Zementschlämme auf ein trockenes Pflaster, saugen die Poren der Steine Wasser und damit auch Feinstanteile von Zement an. Dieser Zement kristallisiert darin aus und ist dann praktisch kaum noch zu entfernen. Verschmutzt erscheinende Steinoberflächen sind die Folge. Mit reinem Wasser bereits gesättigte Steinporen können nicht mehr saugen. Folglich sieht die Steinoberfläche nach einer Vorbehandlung mit Wasser vor dem Verfugen und anschließender Reinigung sauber aus. Deshalb ist die zu verfugende Fläche stets gründlich vorzunässen.

Für die Praktiker: Bei hohen Temperaturen und/oder windigem Wetter kann das Vornässen mehrmals hintereinander in kurzen Abständen erforderlich sein, bis die Fläche längere Zeit (mind. 20 Minuten) dunkel und somit feucht erscheint. Deshalb sollte die Fläche vorab stets großzügig gewässert werden. Es soll aber vermieden werden, dass beim Verfugen Wasser in den Fugen steht. Gegenbenfalls ist mit Druckluft zu trocknen.

Werktrockenmörtel sind nach den Herstellerangaben so lange mit der vorgegebenen Menge an Wasser zu vermischen, bis sie eine homogen fließfähige und klumpenfreie Masse bilden. Damit wird erreicht, dass sich in der Fuge keine die Frostsicherheit und Stabilität gefährdenden Hohlräume bilden.

Es wird im Gefälle stets von oben nach unten verfugt (und gereinigt), damit evtl. überschüssiger dünnflüssiger Mörtel nicht auf die Pflasterfläche austreten kann. In einer starken Gefällesituation kann durch exakt bemessene Wasserzugaben die Konsistenz des Fugenmörtels so eingestellt werden, dass er zwar in die Fugen eingearbeitet werden kann, aber nicht ausläuft.


Die Verwendung von Beton oder Mörtel ist bei Minustemperaturen generell untersagt. Dieses gilt auch für in der folgenden Nacht eintretenden Frost, für den der Mörtel eine ausreichende Druckfestigkeit bereits aufweisen muß, um seine innere Bindung des Gefüges nicht dauerhaft zu verlieren. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass durch geeignete Winterbaumaßnahmen ein schädigender Frostzutritt zu frischem Beton oder Mörtel jedoch verhindert werden kann.

Beton oder Mörtel, darf bei Temperaturen über 30° C nicht eingebaut werden, weil ansonsten ebenfalls die Festigkeiten leiden (herstellerseitig können manchmal etwas höhere Grade zugelassen werden). Im Hochsommer ist deshalb auch die zu verfugende Fläche durch das Besprühen mit Wasser auf unter 30° C zu kühlen (das Vornässen der Steine ist ohnehin immer erforderlich und erzeugt Verdunstungskälte). Gegebenenfalls ist die zu verfugende Fläche zu beschatten oder gar die Verfugung auf einen kühleren Tag zu verschieben. (In heißen Klimazonen wird Beton teilweise mit Eiswürfeln statt mit Wasser gemischt, um ihn auf die erforderlich niedrige Temperatur drücken zu können.)

Trocken eingekehrter Fugenmörtel, der anschließend mit Wasser eingeschlämmt wird, entmischt sich in der Fuge und verdichtet sich in der Tiefe teilweise zu einer weitgehend wasserundurchlässigen Schicht. Darunter erhält der Mörtel darunter dann kaum oder gar kein Wasser, oben ist der für die Festigkeit des Mörtels entscheidende Wasser-Zement-Wert in dem zusätzlich von Zement teilweise ausgewaschenen Fugenanteil viel zu hoch. Fugenmörtel ist demnach ausnahmslos mit dem vom Hersteller vorgegebenen Anteil Wasser vorzumischen und nass einzuschlämmen. Ansonsten handelt es sich um einen schweren Baufehler (für den die ausführende Firma haftet).

Um eine optimale Festigkeit zu erzielen, ist das Verhältnis des Zugabewassers zum im Mörtel enthaltenen Zement entscheidend. Dieses Verhältnis kann durch starken Regen leiden. Deshalb ist in solch einer Situation die Verfugung zu unterlassen. - Leichter Nieselregen, der nicht zu stehendem Wasser in den leeren Fugen führt, ist dagegen wegen optimaler Benetzung der Steinoberflächen ideal. -

Frisch verfugte Flächen sind aus gleichem Grund durch eine Folienabdeckung vor Regen und seinen Ausspülungen der noch nicht harten Fugen zu schützen. (An den Überlappungen ist auf die Fließrichtung des Regenwassers zu achten, damit der Regen nicht unter die Folie läuft!)



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