Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Fußgängerzone

Auswahl der Bauweise > Sauberkeit, Begehbarkeit


Fußgängerzonen unterliegen besonderen Ansprüchen an die Ästhetik, Sauberkeit und Begehbarkeit. Diese Anforderungen können mit Pflasterfugenmörtel ausgeführte Pflasterflächen in besonderem Maße erfüllen.

Begründung:


Als Fußgängerzonen aufkamen, wurde zumeist eine viel zu geringe Belastung der Pflasterflächen durch den Lieferverkehr unterstellt, weil die Verkehrsfrequenz naturgemäß niedriger als auf normalen Straßen liegt. Doch die RStO 01 legen aus gutem Grund im Abschnitt 2.6.1 Fahrbahnen, Tabelle 2, die Bauklasse IV oder III für Fußgängerzonen mit Ladeverkehr fest (s. a. angeratene Bauklasse III in Kapitel Planung Tragsschichten). Entscheidend ist nämlich die tatsächliche Belastung durch Bremsungen, Beschleunigungen, beide an Einmündungen verstärkt zu erwarten, Spur- und Kurvenfahrt, sowie das Rangieren von eventuell sehr großen Lkws innerhalb enger Flächen für die Entladung. Hohe Belastungen sind deshalb besonders für Pflasterflächen auf dem Weg zu stark frequentierten Kaufhäusern und Lebensmittelläden zu erwarten.

Doch Großpflaster in Fahrstraßen mit entsprechend breiten Sandfugen sehen nach einiger Zeit schon deshalb unansehnlich aus, weil sie sich recht schnell vertiefen und sich dann in ihnen erfahrungsgemäß Zigarettenstummel, Korken, Eis- und Lutscherstiele und anderer kleinformatiger Unrat bis hin zu Drogenspritzen sammelt, der auch von Kehrmaschinen nicht mehr beseitigt werden kann. So verliert der Gesamteindruck einer Pflasterfläche bald entscheidend, was in einer Geschäftszone, die zum Kauf anregen soll, absolut unerwünscht ist. Eine Verfugung mit Mörtel beugt dem vor. Auf die Folgen der Beseitigung hässlicher Flecken von Kaugummis in sandverfugten Pflasterflächen mit Hochdruckreinigern ist hier wohl nicht näher einzugehen.

Die optisch größte Besonderheit von mit Zementmörtel verfugten Flächen ist, dass sich auf ihnen auf Dauer kein Reifenabrieb und anderer Schmutz halten kann; denn beim nächsten stärkeren Regen werden auch die Fugen natürlich gereinigt. Indem sich in einer solchen Fuge weder Pflanzen ansiedeln, noch langfristig Zigarettenstummel und anderer Unrat ablagern können, sieht solch eine Pflasterfläche insgesamt stets sauber und ordentlich aus, was gerade in Geschäftsstraßen und auf repräsentativen Plätzen, Promenaden etc. erwünscht ist. Hier liegt der eigentliche optische Effekt einer mit Mörtel verfugten Pflasterfläche! Und wer für die Reinigung z. B. eines Marktplatzes zuständig ist, weiß die unkomplizierte Reinigungsmöglichkeit von mit Zementmörtel verfugten Pflasterflächen auch mit Spülfahrzeugen besonders zu schätzen: Im Handumdrehen ist wieder eine optisch ansprechende Fläche hergestellt.

Lockere oder gar "gewachsene" Steine durch tief leer gesaugte Fugen zum Beispiel ausgerechnet vor Opernhäusern, Theatern, Festsälen und anderen Flächen, die ein häufiges Begehen mit Stöckelschuhen erwarten lassen, können wegen der vermeidbaren Stolpergefahren im Falle eines Unfalls Haftungsansprüche nach § 823 BGB aufgrund Verletzung der Verkehrssicherungspflicht nach sich ziehen! Deshalb ist eine gefahrlose Begehbarkeit nicht nur an den vorgenannten Orten, sondern im Prinzip immer, aber natürlich hervorgehoben auch für Fußgängerzonen und vergleichbar genutzte (Markt-) Plätze und Promenaden zu bedenken. In Straßen gehobenen Genres mit ihren Auslagen hochwertiger Güter, wie sie z. B. Juweliere und hochpreisige Boutiquen darstellen, ist ebenfalls verstärkt mit hohen Absätzen zu rechnen. Eine gute Begehbarkeit der Pflasterfläche ist deshalb gerade hier eine geschäftsfördernde und somit natürliche Forderung der Anlieger. Fugenmörtel bieten die optimale Lösung für eine gut begehbare Pflasterfläche.



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