Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Fugenfarbe

Pflaster


Planer sollten berücksichtigen: In einer gegebenen Pflasterfläche wird die Farbe einer Fugenfüllung unter normal üblicher Schrägsicht von den Betrachtern kaum wahrgenommen, wohl aber der Kontrast von hell und dunkel.

Begründung:

Durch die Zugabe von Pigmenten sind auf Wunsch nahezu alle erwünschten Farbtonvarianten mit einem zementgebundenen Pflasterfugenmörtel möglich. Der Planer hat mit solch einem Material die größten gestalterischen Freiheiten bei optimal niedrigsten Kosten. Zur Farbe der Fugen sei jedoch eine sachlich unverändert gültige Feststellung aus dem Merkblatt für Flächenbefestigungen mit Pflaster und Plattenbelägen, Ausgabe 1989/94, Abschnitt 2.2 Anwendung in Erinnerung gebracht:

"Farbunterschiede werden vom Benutzer wegen des flachen Blickwinkels nicht so deutlich wahrgenommen wie ein Wechsel der Oberflächenstruktur."

Die Besonderheit der Farbe einer Fuge wird bei flächiger Betrachtung normalerweise also gar nicht wahrgenommen, nur bei unüblich aufmerksamer Aufsicht. Außerdem sind farbig angelegte Fugen nach wenigen Wochen verschmutzt, auch wenn zementgebundene Fugen durch starke Regenfälle immer wieder einmal natürlich gereinigt werden. Doch verschwindet der geplante Farbton immer wieder innerhalb kurzer Zeit. Aus diesem Grund spielt die Farbe eines Fugenmörtels letztlich nur in Ausnahmefällen eine besondere Rolle. Anders verhält es sich jedoch mit der Wahrnehmung des durch eine Fuge entstehenden Kontrasts von hell und dunkel:

Die Struktur eines Pflasters wird durch den Schattenwurf in der ein wenig vertieften Fuge wahrgenommen. Dieser Kontrast wird verstärkt, wenn die Fuge dunkler oder heller als der Stein ist. Aus diesem Grund wird Pflasterfugenmörtel zum Teil in einem der konventionellen Sandfuge überraschend ähnlichen Farbton ausgeliefert. Damit wirkt übrigens naturfarbenes Betonpflaster ebenfalls deutlich lebendiger, als mit betongrauer Fuge.

Manchmal wünschen Bauherren und/oder Planer bewusst einen nahezu weiß wirkenden zementfarbenen Fugenmörtel in einem dunklen Pflaster, z. B. Basalt. Auch durch die hier deutlich hellere Fuge wird ein besonderer Kontrast und deshalb optisch ebenfalls Struktur hergestellt. Allerdings schmerzt dieser besonders harte Kontrast vielen Betrachtern in den Augen. Gerade für sie ist die gegenüber einem fast schwarzen Stein nun hell wirkende Fuge eines sandfarben gefärbten Pflasterfugenmörtels die letztlich erstrebte Alternative.

Die Erklärung des "Geheimnisses" lautet: Eine konventionelle Sandfuge wirkt ja ebenfalls immer angenehm auf uns und diese sind wir einfach gewohnt. -



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