Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Fugenleerraum

Pflaster


Fugen sollen nicht bündig, sondern ideal um 2 bis 3 mm, aber nicht mehr als 5 mm tief unter dem jeweils tiefsten Punkt angrenzender Steinoberflächen abschließen. Durch die zulässige Abmaßtoleranz der Steine können sich an deren Oberfläche maximal entsprechend tiefe Fugen ergeben.

Begründung:


Nur mit einer tiefer liegenden Fuge wirkt eine Pflasterfläche - durch den Schattenwurf - lebendig strukturiert und leitet Regenwasser gut ab. Beim Einsatz von zementgebundenem Fugenmörtel ergibt sich solch ein Leerraum durch die anschließende Reinigung automatisch. Ein Leerraum im Bereich von mehr als 3 mm ist besonders an stark strukturierten Steinoberflächen benachbarter Steine zu erwarten, weil hier tiefer zu reinigen ist, um eine partielle Überdeckung der Steine durch Fugenmörtel zu verhindern.

Im Falle eines mehr als 5 mm tiefen Leerraumes bleibt ausreichend Füllhöhe, um Nachbesserungen oder Sanierungen mit Zementmörtel vornehmen zu können, die erfahrungsgemäß bei einem qualitativ hochwertigen Fugenmörtel anschließend auch dauerhaft halten. Selbst spitz auslaufende Ausspülungen können dann wieder gefüllt werden. Die Wirktiefe des Nachbehandlungsmittels ist zu berücksichtigen. Spätere Abplatzungen an den Spitzen treten danach entweder gar nicht oder normal nur im Bereich von ca. 1 bis 2 mm Höhe auf, wenn eine entsprechend angepasste Gesteinskörnung für den Mörtel gewählt wurde. - Normalerweise ist für solche Fugen allerdings ein Vielfaches der Fugenbreite vorgegeben.

Angefaste Betonsteine sollten eine Fugenfüllung möglichst nicht unterhalb der Fase bekommen, weil ansonsten Frostschäden entstehen können. Dazu ist aber meines Erachtens eine noch zu treffende Abstimmung zwischen Betonsteinindustrie und Pflasterhandwerk erforderlich und ein Planungsbüro trifft in diesem Detail eine besondere Sorgfaltspflicht bei der Steinauswahl. Denn eine zu niedrig in die Fuge reichende Fase lässt den Fugenmörtel beim Reinigen darunter enden. Dieses ist eine technisch bedingte Wirkung des Spülvorgangs, unabhängig vom Wunschdenken eines Planungsingenieurs. Abplatzungen durch Frosteinwirkung sind an den Betonsteinen die zu erwartende Folge.



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