Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Gefälle

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Wenn Pflasterstraßen ein starkes Gefälle aufweisen, droht die Ausspülung der Sandfugen durch Regenwasser. Solcherart verursachte Pflasterschäden werden durch eine gebundene Bauweise vermieden.

Begründung:

Könner unter den ausführenden Firmen haben bewiesen, dass die von ihnen gebauten ungebundenen Flächen mit auch starkem Gefälle zumindest bei niedriger Verkehrsfrequenz selbst dem Einfluss des Regens langjährig standhalten. Verkehrsfrequenz und fachliches Können sind demnach besonders zu berücksichtigen, wenn die Entscheidung zugunsten eines ungebundenen Aufbaus der Pflasterfläche fallen soll.

Tatsache ist aber leider auch, dass durch den Zwang zur Auftragsvergabe an den Niederstbietenden in öffentlichen Ausschreibungen und durch die Praxis des Einsatzes von in der Regel bei der Vergabe unbekannten Subunternehmern, die hier erforderliche besondere fachliche Eignung und Sorgfalt nicht in allen Fällen beurteilt und gewählt werden kann. Deshalb ist auch in jenen Gefällestrecken die Planung einer Verfugung mit Pflasterfugenmörtel generell ratsam.

Das Merkblatt für Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen, Teil 1, Regelbauweise (Ungebundene Ausführung) M FP 1, Ausgabe 2003, rät in Abschnitt 5.3 ab einer Schrägneigung von 6 % zu besonderen Maßnahmen in Planung und Ausführung bei der Auswahl des Belagmaterials und der Verbände und rät ab 15 % Schrägneigung von einem flexiblen Aufbau zugunsten einer gebundenen Bauweise ab.

Nur der Vollständigkeit halber sei auch an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass Rinnen auf Unterbeton ebenfalls gegen Ausspülung der Fugen durch Fugenmörtel gesichert sein müssen, um ein ansonsten zu erwartendes Ausbrechen der Steine aufgrund der flexibel wirkenden Sandfugen (Hebelwirkung!) bei häufiger Überfahrung zu verhindern.



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