Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Kreisverkehr

Auswahl der Bauweise > Mechanische Belastung


Kreisverkehrflächen mit ihren kombiniert auftretenden besonderen Beanspruchungen gehören mit zu den am schwierigsten dauerhaft zu bauenden Pflasterflächen. Die gebundene Bauweise mit Großpflaster in der Bauklasse III bietet sich hier vorrangig an.

Begründung:

In Kreisverkehrflächen wirken die radierenden Achsen von Schwerlastfahrzeugen gravierend auf das Pflaster ein, was sich in ungebundener Bauweise mit ihrer unebenen Oberflächenstruktur besonders bemerkbar macht. Die RStO 01 raten in Abschnitt 2.6.1 für Kreisverkehrflächen die gegenüber dem am höchsten belasteten Fahrsteifen nächst höhere Bauklasse vorzusehen. Aufgrund der besonderen hier vorliegenden Bedingungen ist erfahrungsgemäß die Wahl der Bauklasse III analog der Belastung mit Bussen generell empfehlenswert. Diese Ausführung sollte auch für die Gestaltung eines Kreisverkehrs mit einem Pflasterring übernommen werden. Das Arbeitspapier Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen gebundener Ausführung, Ausgabe 2007, rät in Abschnitt 2.2.2, die Tragschichten in dieser speziellen Bauweise grundsätzlich nach den Vorgaben für die Bauklasse III auszuführen. Im Hinblick auf die Wichtigkeit einer unter besonderer Belastung möglichst wenig nachgebenden vermörtelten Pflasterfläche kann man dieser Einschätzung nur zustimmen.

Hinweise für Planungsingenieure:

Planer sollten auch an Schneepflüge denken, welche im Übergang zur Asphaltdecke durch falsch geplanten oder ausgeführten Höhenversatz nicht selten Schäden am Pflaster verursachen. Die äußere Pflasterreihe kann durch exakt auf Höhe gesetzte Tiefborde aus Naturstein den statisch günstigsten Abschluß bilden. Dabei sollte die zum Hauptfahrstreifen in Fahrtrichtung zeigende vordere Kante eines Tiefbordes gegenüber dem vorherigen Bord stets so weit leicht nach innen versetzt werden, dass ein Räumschild die Ecke nicht "mitnehmen" kann. Natursteinborde sind gegenüber dem Räumschild eines Schneepfluges robuster als ein Betonsteinbord.

Persönliche Anmerkung: Es ist meines Erachtens zu bedenken, ob es nicht aus verkehrstechnischen und statischen Gründen wesentlich vorteilhafter ist, die Pflasterung als Segmente zwischen den Einmündungen als Außenring vorzusehen. Auf diese Art entfällt nämlich auch ein Teil der Problematik der Dehnungsfugen (s. d.) und der Pkw-Verkehr wird aufgrund der engeren (inneren) Radien verlangsamt, was zur Verkehrssicherheit beiträgt.



[Weiter]



[
Diese Seite drucken]


.

Suche

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü