Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Regen

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Ein weiterer Grund für die gebundene Bauweise ist die beeinträchtigte Standfestigkeit einer befahrenen Pflasterfläche während langer Regenperioden, ebenso der Austrag von Fugensand durch den Fahrverkehr bei Regen je nach tatsächlichem Verkehrsaufkommen, aber auch durch Starkregen. Gleiches gilt für sich natürlich leerende Sandfugen in den Traufbereichen von z. B. Markisen, Bäumen, Fassaden etc..

Begründung:

Bei der ungebundenen Bauweise kommt es innerhalb langer Regenperioden durch das Aufweichen von Fuge und Bettung schneller zu Verschiebungen, Verkippungen ("Sägezahnpflaster") und Verdrehungen von Steinen, vor allem, wenn besondere Beanspruchungen zusätzlich einwirken. Dahinter steht die von uns allen schon in der Sandkiste beim "Kuchenbacken" erworbene Erfahrung der Festigkeitsminderung von Sand bei zu starkem Wasseranteil.

Die ZTV Pflaster-StB 06 geben in Abschnitt 2.6 vor, dass Neupflasterungen erst dann für den Verkehr freizugeben seien, wenn deren Bettung und Unterlage nach dem Einschlämmen des ungebundenen Fugenmaterials ausreichend abgetrocknet sind.

Im Umkehrschluss könnte man aber auch auslegen, dass eine ungebundene Verfugung, Bettung und Tragschicht nach längeren Regenperioden wegen mangelnder Festigkeit nicht mehr befahren werden dürfte, sofern man Pflasterschäden vermeiden will. Solch eine Forderung wäre natürlich praxisfremd, ausgenommen nach Überschwemmung.

Wird aber bedacht, dass die Gefahr solch einer Schädigung des ungebundenen Pflasters mit der Anzahl der Fahrzeuge innerhalb eines gegebenen Zeitraums zunimmt (werfen Sie mal einen Blick auf die Tabelle 1 in Abschnitt 2.6.1 der RStO 01 mit ihrer in jeder einzelnen Stufe zur vorhergehenden jeweils mit dem Faktor cirka 3 innerhalb der einzelnen Bauklassen auf das insgesamt 320-fache ansteigenden Beanspruchung!) spricht auch dieses Faktum für die Wahl einer starren Bauweise zumindest in den beiden am höchsten belasteten Bauklassen.

Weder ein Schlagregen noch die sogenannte "Pumpwirkung der Reifen", welche besonders bei starkem Regen und Langsamfahrt (!) zum Austrag von ungebundenem Fugenmaterial beiträgt, können vermörtelten Fugen naturgemäß etwas anhaben. Gleiches gilt für Traufbereiche unter Markisen, Bäumen, Fassaden etc..



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