Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Rütteln?

Pflaster


Das Rütteln eines Belages nach Erstarrungsbeginn des Bettungsmörtels ist ein Baufehler.

Begründung:

Solange die Erstarrung der Bettung noch nicht begonnen hat, wäre gegen ein Rütteln zum Beispiel mit einem Rollenrüttler nichts einzuwenden. Doch in der Praxis wird dieser Zeitpunkt erfahrungsgemäß nahezu immer überschritten.

Es braucht schließlich seine Zeit, den Mörtel für die Setzschicht herzustellen, zu liefern, zu verteilen, und abzuziehen. Noch zeitaufwendiger ist das anschließende Setzen. Um Arbeitszeit zu sparen, erfolgt das Rütteln in der Praxis naturgemäß erst nach der Herstellung einer ausreichend großen Fläche. Meistens ist es allerdings wie in der ungebundnen Bauweise gewohnt, erst zum Feierabend als Abschluss aller Pflasterarbeiten eines Tages zu beobachten. Doch bis dahin war nicht nur Erstarrungsbeginn, sondern es hat der Härteprozess des Bettungsmörtels längst eingesetzt. Beim Rütteln wird eine begonnene Haftung der Bettung am Stein zerstört. Sie kann durch den Mörtel nachträglich nicht mehr hergestellt werden.

Jeder halbwegs gut ausgebildete Steinsetzer achtet strikt darauf, dass sein frisch in Bettungsmörtel gesetztes Pflaster nicht begangen wird, damit die Steine später nicht wackeln, wie er aus Erfahrung weiß, also die Haftung am Stein nicht unterbrochen wird. Aber die gleiche Wirkung soll beim systematischen Rütteln des Belages auf einer Mörtelbettung nicht auftreten? -

Zusammengefasst kann das verspätete Rütteln eines Belages auf Bettungsmörtel nur als schwerer Baufehler gewertet werden und ist deshalb unbedingt zugunsten von Setzhammer, Handramme und Richtscheit auszuschließen!

Auch Betonsteinpflaster auf Bettungsmörtel sollte aus gleichem Grund nicht gerüttelt werden. Lieber sind dabei an der Oberfläche der Betonsteinfläche kleine Höhendifferenzen aufgrund der ohnehin engen zulässigen Abmaßtoleranzen der Steine zu tolerieren, falls Hammerschlag oder Handramme keine ausreichende Wirkung erbringen sollten.



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