Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Pflaster


Es sind ausschließlich angefeuchtete Steine zu setzen. Der Anteil Bettungsmörtel in den Fugen ist dabei so gering wie technisch unbedingt erforderlich zu halten. Sein Anfüttern ist demnach im Gegensatz zur ungebundenen Bauweise unbedingt zu unterlassen!

Bezogen auf die Nenndicke allseits unbearbeiteter Natursteine lautet die in Leistungsverzeichnissen als mindestens erforderlich vorzugebende Fugenfülltiefe maximal 3 cm weniger als die jeweilige nominale Steindicke. Bei bearbeiteten Natursteinen und bei Kunststeinen soll deren Einbindung in den Bettungsmörtel nicht mehr als 2 cm betragen.

Begründung:


Weil ein unverdichtet locker in der Fuge befindlicher Bettungsmörtel nur ca. die Hälfte seiner Nenndruckfestigkeit aufweist, ist sein Anteil auf das technisch unbedingt erforderliche Maß zu beschränken, um die Stabilität der Pflasterfläche insgesamt nicht zu gefährden, aber die zu setzenden Steine während der Arbeit am Kippen zu hindern.

Je geringer Bettungsmörtel in den Fugen ansteht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dünnflüssig angemachter Pflasterfugenmörtel unvermeidbare Hohlräume im in der Fuge unverdichteten Bettungsmörtel ausfüllt. Damit steigt nicht nur die Festigkeit, sondern auch die Frostsicherheit der Belagplatte insgesamt.

Somit ist die beispielsweise im Merkblatt Pflasterdecken und Plattenbeläge aus Naturstein für Verkehrsflächen, DNV Deutscher Naturwerkstein-Verband e. V., Würzburg, Ausgabe April 2000, in Abschnitt 3.6.3.4 genannte zulässige Höhe der Einbindung von bis zu 1/3 der Steinhöhe für alle Nennformate größer als 9 cm abzulehnen!

Bei einer vorgegebenen mittleren Einbindetiefe von 3 cm werden bei einer zulässigen Abmaßtoleranz von 1,5 cm für die Steine die längsten 4,5 cm tief eingebunden, maßhaltige 3 cm und für die kürzest zulässige Steinhöhe stehen dann noch 1,5 cm Material für die Einbindung zur Verfügung. 1 bis 1,5 cm Einbindetiefe in den Bettungsmörtel reichen gerade aus, solch einen Stein korrekt zu setzen und danach am Umkippen zu hindern, bis die ausreichend gehärtete Fläche begangen und mit Fugenmörtel verfugt werden kann.



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