Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Umleitungen

Auswahl der Bauweise > Mechanische Belastung


Bei der Festlegung der erforderlichen Bauklasse sind später mögliche Umleitungen anderer Straßen über die aktuell zu planende mit einzubeziehen und die erforderliche Bauklasse deshalb eventuell zu erhöhen.

Begründung:

Es sind im Straßenbau genug Schadensfälle aufgrund nicht bedachter Umleitungen bekannt. So wurde beispielsweise eine gesamte Ortsdurchfahrt einzelne Monate nach ihrer Fertigstellung zerfahren und musste komplett erneuert werden. Denn sie hatte plötzlich den gesamten Verkehr der bisherigen Ortsumfahrung aufzunehmen, nachdem die Deutsche Bahn einen Bahnübergang für erforderliche Erneuerungsarbeiten monatelang sperrte.

Eine niedrigere Bauklasse kann geringfügig Kosten sparen. Stets ist jedoch zu bedenken und mit den zuständigen Ämtern abzusprechen, welche Umleitungen später einmal für nahe gelegene Hauptstraßen - eventuell sogar über Jahre - erforderlich und möglich sind (s. a. RStO 01, Abschnitt 2.5.2). Es sind in diesem Zusammenhang auch Großbauten des Hochbaus, Sanierungen ganzer Stadtviertel und/oder ihrer Ver- und Entsorgungsleitungen u. a. m. zu bedenken. Sofern die in der Planung befindliche Fläche für eine solche Umleitung in Betracht kommt, muss geprüft werden, ob sie der dann deutlich höheren Belastung standhalten kann. Im Einzelfall kann sich daraufhin die Notwendigkeit einer Anhebung der Bauklasse und daraus folgend eine gebundene Verfugung zur Vermeidung von vorhersehbaren Schäden samt allen damit verbundenen Unannehmlichkeiten und Kosten ergeben. Die RStO 01 führen im Anhang 2, Beispiel 3, eine entsprechende Berechnung für eine vorhandene Landesstraße aus.

Wer jedoch die gebundene Bauweise grundsätzlich komplett in der Bauklasse III ausführt, wie unten im Kapitel Tragschicht > Planung Tragschicht geraten, hat auch in diesem Punkt zumeist ohnehin keine Probleme.




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