Dauerhaft verfugtes Straßenpflaster


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Wenn stark befahrene Pflasterflächen auf Brücken, Tiefgaragen oder anderen Tiefbauten oder auf vorhandenen alten Beton- oder Asphaltschichten geplant werden, muss berücksichtigt werden, dass sie eine gebundene und wasserundurchlässige Unterlage darstellen. Zur Vermeidung von Pflasterschäden sind Bettung und Fugen ebenfalls in gebundener Bauweise und wasserundurchlässig zu gestalten.

Begründung:


Bei einem gebundenen Aufbau unter einem ungebunden verfugten Pflaster würden leicht Schäden nach dem Befahren bei starkem Regen während einer langen Regenperiode entstehen. Diese Aussage steht scheinbar in einem klaren Gegensatz zu den ZTV Pflaster-StB 06, welche im Absatz 1.4.2 Unterlage die Asphalttragschicht und die Dränbetontragschicht ausdrücklich als zulässige Unterlagen erwähnen, aber nur den flexiblen Aufbau behandeln. Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass die Tragschicht wasserdurchlässig gebaut wird. Tiefgaragen und vergleichbare Tiefbauten stellen naturgemäß eine wasserundurchlässige Tragschicht für ein Pflaster dar.

Doch auch für die ursprünglich wasserdurchlässigen Tragschichten wird sich das Eindringen von Sand in die Poren nicht verhindern lassen; denn jeder Filter setzt sich im Laufe der Zeit zu, wie wir es u. a. von unserem regelmäßig zu wartenden Luftfilter im Auto kennen. Vereinzelt wurde aber auch von einem derartigen Aufbau berichtet, ohne dass bislang Probleme entstanden. Es zeigte sich auf Nachfrage dann aber meistens, dass es sich überwiegend um Flächen handelte, die nicht besonders stark belastet waren. Die aufwendige Tragschicht diente hier nicht selten nur dazu, Absenkungen zu mindern oder es fand aus Gründen des Denkmalschutzes ein Rückbau vorhandener Asphaltdecken zu Pflasterflächen statt.

Inzwischen mehrten sich aufgrund dieser Internetseite aber Anrufe, welche von Schäden in solch einem ungebunden verfugten und gebetteten Pflaster auf Dränbeton- und Asphalttragschichten berichten, die sich naturgemäß in den besonders belasteten Brems- und Kurvenbereichen und an Gefällestrecken zuerst zeigten.

Rein fußläufige Bereiche können dagegen aufgrund des Fehlens vorgenannter mechanischer Einwirkungen problemlos auch auf vorhandenen Bauwerken in flexibler Bauweise gestaltet werden.



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